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Graduiertenkolleg

Ab 2021 erforscht die zweite Förderphase des Kollegs

„Soziale Polarisierungen in Dienstleistungsberufen 1970 – 2000“.

Neun Doktorand*innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftliche Prägekraft der Wandel der Arbeit im expandierenden Dienstleistungssektor insbesondere seit den 1970er Jahren entfaltete.  Damit fokussieren sie die wachsende Ambivalenz arbeitsweltlicher Wandlungsprozesse, die im Dienstleistungssektor besonders scharf ausgeprägt ist. Sie hatte erhebliche Folgen für die soziale Schichtung und (Re-)Hierarchisierung europäischer Gesellschaften: Für den gut qualifizierten Teil der Beschäftigten in wertschöpfungsstarken Branchen bestehen die Schutz-, Konsum- und Aufstiegsversprechen der „sozialen Moderne“ (Nachtwey) weiterhin fort. Allerdings ist ein wachsender Teil der Arbeitsverhältnisse in Berufen, die standardisierbare und personenbezogene Dienstleistungen erbringen, durch Flexibilisierung, Prekarisierung, Lohndisparitäten und schwindende gewerkschaftliche Durchsetzungschancen geprägt. Die Studien des Kollegs analysieren solche Polarisierungen mit besonderem Blick auf die durch Wissen, Geschlecht und Ethnizität gezogenen Linien.

 

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