Stipendienausschreibung für das Promotionskolleg

„Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt

in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ (PK 044)

 

Deadline: 31. Mai 2022

 

Das Graduiertenkolleg setzt in seiner zweiten Förderphase einen Schwerpunkt auf „Soziale Polarisierungen in Dienstleistungsberufen zwischen 1970 und 2000“. Es wird von der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) gefördert und gemeinsam von den folgenden Forschungsinstituten durchgeführt:

 

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Institut für Soziale Bewegungen Bochum (ISB)                                

Institut für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ)

 

Im Rahmen des Kollegs sind voraussichtlich zum 1. Dezember 2022 für eine Laufzeit von maximal drei Jahren zwei Promotionsstipendien zu vergeben. Standorte sind Bochum (ISB), München     (IfZ)     und     Potsdam     (ZZF)     mit     einer     gemeinsamen     strukturierten     und institutsübergreifenden Promotionsförderung. Eines der Stipendien ist in München und eines in Bochum angesiedelt.

Ausgehend    von   der   Bundesrepublik    Deutschland,    aber    auch    in   vergleichender    und transnationaler Perspektive fragt das Kolleg, welche gesellschaftliche Prägekraft der Wandel der Arbeit in Berufen des expandierenden Dienstleistungssektors seit den 1970er Jahren entfaltete. Dabei richtet sich der Blick insbesondere auf das Spannungsverhältnis zwischen beruflichen Aufstiegschancen und neuen sozialen Ungleichheiten, etwa durch Wissen, Geschlecht und Ethnizität.  Das  Kolleg  untersucht,  wie  Arbeitnehmer*innen  sowie  wissenschaftliche, politische und gewerkschaftliche Akteure diese Veränderungen wahrnahmen und ihr Handeln darauf bezogen.

Die Leitung des Kollegs erfolgt gemeinsam durch PD Dr. Winfried Süß (Sprecher, ZZF/LMU München), Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF/Universität Potsdam) und Prof. Dr. Andreas Wirsching (IfZ/LMU München). Das Programm des Kollegs mit weiteren Informationen zu Zielen, Fragestellungen und möglichen Promotionsthemen finden Sie hier: www.wandel-der-arbeit.de.

Die Stipendien werden ab Dezember 2022 für drei Jahre vergeben. Promovierende erhalten derzeit   eine   Förderung   in   Höhe   von    1.450 €    (umfasst    1.350 €    Grundstipendium,   100 € Forschungskostenpauschale). Zusätzlich können bis zu 100 €  Krankenkassenzuschuss und ggf. Familienzulagen gezahlt werden. Die Laufzeit der Stipendien beträgt max.drei Jahre.

Über die Promotionsstipendien wird nach den Richtlinien des BMBF und den Auswahlkriterien  der HBS entschieden. Bewerber*innen müssen einen überdurchschnittlichen Studienabschluss und ein gesellschaftspolitisches oder gewerkschaftliches Engagement nachweisen.

 

Bewerbungsablauf

Bewerben Sie sich bitte mit den erforderlichen Unterlagen und mit einem Exposé (max. 10 Seiten), in dem das geplante Vorhaben skizziert und in das Forschungsprogramm des Promotionskollegs eingeordnet wird. Hinweise der HBS zur Erstellung des Exposés finden sie hier. Ein wissenschaftliches Gutachten ist zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig. Die Bewerbung senden Sie bitte bis zum 31. Mai 2022 ausschließlich über das Online-Bewerbungsportal der Hans-Böckler-Stiftung. Das Bewerbungsportal ist hier verfügbar und bis einschließlich zum 31. Mai 2022 (öffnet zum 15. Februar 2022) freigeschaltet.

Nach einer Vorauswahl werden die Bewerber*innen von den wissenschaftlichen Leitungen des Promotionskollegs dabei begleitet, ggf. eine Überarbeitung und Anpassung des Exposés an die Thematik und die Anforderungen des Kollegs vorzunehmen. Das Exposé wird anschließend wissenschaftlich begutachtet. Die Vergabe des Stipendiums wird im November 2022 bekannt gegeben.

Fragen zum Bewerbungsverfahren richten Sie bitte an bewerbung@boeckler.de

Für Auskünfte zum Kolleg wenden Sie sich bitte an den Sprecher PD Dr. Winfried Süß (suess@zzf-potsdam.de) oder einen der beteiligten Leitungen des Kollegs.

 

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Graduiertenkolleg

Ab 2021 erforscht die zweite Förderphase des Kollegs

„Soziale Polarisierungen in Dienstleistungsberufen 1970 – 2000“.

Neun Doktorand*innen gehen der Frage nach, welche gesellschaftliche Prägekraft der Wandel der Arbeit im expandierenden Dienstleistungssektor insbesondere seit den 1970er Jahren entfaltete.  Damit fokussieren sie die wachsende Ambivalenz arbeitsweltlicher Wandlungsprozesse, die im Dienstleistungssektor besonders scharf ausgeprägt ist. Sie hatte erhebliche Folgen für die soziale Schichtung und (Re-)Hierarchisierung europäischer Gesellschaften: Für den gut qualifizierten Teil der Beschäftigten in wertschöpfungsstarken Branchen bestehen die Schutz-, Konsum- und Aufstiegsversprechen der „sozialen Moderne“ (Nachtwey) weiterhin fort. Allerdings ist ein wachsender Teil der Arbeitsverhältnisse in Berufen, die standardisierbare und personenbezogene Dienstleistungen erbringen, durch Flexibilisierung, Prekarisierung, Lohndisparitäten und schwindende gewerkschaftliche Durchsetzungschancen geprägt. Die Studien des Kollegs analysieren solche Polarisierungen mit besonderem Blick auf die durch Wissen, Geschlecht und Ethnizität gezogenen Linien.

 

Für weitere Informationen: